23) Neuer Pressebericht in den Fränkischen Nachrichten vom 17.08.17

Zum Presseartikel:

„So ein Konflikt bahnt sich lange an“ (Florian Hartmüller, Fränkische Nachrichten, 17.08.2017)    

Bitte auch nachfolgende Links beachten, sowie

auch die (derzeit 4) Kommentare hier unten (anklicken). Weitere Kommentare erwünscht. Interessant auch die Berichte von Betroffenen

Zum Artikel zunächst eine Einschätzung von

Lothar Rosenberg, Dipl.-Psychologe
Ehe-und Lebensberater EZI, Supervisor bdp, 
Mitglied der Sektion Verkehrspsychologie
rosenberg-fachbuecher.de

Trennung, Scheidung, Umgang – statt Rechtsstreit erst Beratung und qualifizierte Familienmediation Als früherer Stellenleiter der Psychologischen Beratungsstelle in Bad Mergentheim hatte ich langjährig Kontakt mit Herrn Bernd Bohnet. Er hat bei uns schwierige Umgänge betreut. Nun leistet er als freier Familienmediator wertvolle ergänzende Arbeit zu Jugendämtern, Beratungsstellen, Anwälten und Familiengerichten. Eigenwerbung ist stets schwierig – deshalb plädiere ich hier für das Anliegen der qualifizierten Mediation. Bernd Bohnet ist „ein Typ“, der auch mal aneckt. Sein Engagement für die Sache der Mediation in Deutschland ist immens. In seiner praktischen Arbeit mit Ratsuchenden zeigt er Einsatz und nimmt sich Zeit. Das kann bei hochstrittigen Angelegenheiten entscheidend sein.

Wer sich trennt hat meist Stress. Einvernehmliche Lösungen entspannen – und schon geht es auch den Kindern besser. Selbst erarbeitete Lösungen sind paßgenauer und „haltbarer.“ Schon lange gilt rechtlich, daß sich Eltern nach Trennungen einvernehmlich auf vernünftigen Kindesumgang verständigen sollen. Der Kindesunterhalt ist nach Düsseldorfer Tabelle zu leisten und kaum verhandelbar. Jugendämter und Psychologische Beratungsstellen bieten qualifizierte Beratung. An Schnittstellen zu rechtlichen Fragen (strittiger Umgang, Trennungsunterhalt, Vermögensfragen) wird heute Mediation empfohlen. Ratsuchende können Mediatoren selbst aufsuchen, statt Rechtsanwälte bzw. Gerichte unnötig zu beschäftigen. Qualifizierte Mediation hat insofern Vorrang und ist vergleichsweise preiswert.

Der „alte Fuchs“ Bernd Bohnet führte als Anwalt lange eine große Praxis. Nun konzentriert er sich auf Mediation. Er setzt wohltuend viel Zeit-am-Stück ein; das ist sein Alleinstellungsmerkmal: Nach einem mehrstündigen ersten Termin sind oft schon im zweiten Termin gute Lösungsansätze da, die in weiteren Gesprächen abgerundet werden. Die Rückmeldungen der von ihm beratenen Menschen sprechen für sich. Vereinbaren Sie einen ersten Termin, Qualifizierte Mediation lohnt sich!

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Als ehemals größter Skeptiker weit und breit, kann ich nach 10 Jahren mediatorischer Tätigkeit mit einer Erfolgsquote von 98 % nur sagen:  Die Mediation sollte immer das Mittel der erste Wahl sein! Ein Prozess nur als ultima ratio (letztes Mittel) in Erwägung gezogen werden.

Obwohl die Mediation seit 5 Jahren per Gesetz als Teil der Rechtspflege eingeführt ist, um u.a. auch die Gerichte zu entlasten, findet sie kaum Beachtung. Besonders in Familiensachen wird hier ein großes Potential verschleudert. Zum Schaden der Familien und besonders der Kinder.

Prozess- Mediationskostenvergleich

Ergänzung Dezember 2017:

Der Weihnachtszeit entsprechend scheint es mir nicht ganz unpassed, auf folgenden Beitrag hinzuweisen: 6) Achtung! Wenn „Süßer die Glocken nie klingen…“ Wie aus dem 11. Bericht von Betroffenen im vorletzten Absatz zu erahnen ist, scheint meine Warnung leider zu spät gekommen zu sein.

 

4 Gedanken zu „23) Neuer Pressebericht in den Fränkischen Nachrichten vom 17.08.17

  1. Jochen Schildger sagt:

    Am Anfang unserer Situation der Trennung zwischen meiner Frau und mir war sehr viel Emotion, Enttäuschung und auch Unverständnis auf beiden Seiten der Partnerschaft vorhanden. Der Gedanke zu einem Anwalt zu gehen um sich über die Rechte und Pflichten aufklären zu lassen war sehr stark vorhanden und vielleicht nahe liegend. In dieser Phase haben wir dann zum Glück von der Möglichkeit der Mediation erfahren. Wir hätten nie geglaubt, dass unsere persönlichen Themen der Gütertrennung, Zugewinnausgleich und Regelung der Nutzung der gemeinsamen Immobilie ohne Anwälte und nur mit einem Mediator zu regeln ist.
    Mit der Meditation von Herrn Bohnet ist das unscheinbare gelungen eine Lösung für beide Seiten zu erarbeiten. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Bohnet und seiner Art der Meditation und werden wo auch immer wir das können weiterempfehlen.

    Zitat JS: Nur der Gedanke was uns dieses alles mit Anwälten gekostet hätte, könnte man sich glatt einen Kleinwagen kaufen.

  2. Bernd Bohnet sagt:

    Das ist es, was ich meiner Meinung nach mit Recht einen Skandal nennen darf, nämlich dass der Gesetzgeber einerseits ein „Gesetz zur Förderung der Mediation … erlässt, andrerseits aber dafür sorgt, dass der Bürger, wenn überhaupt, allenfalls dann von der Mediation erfährt, wenn das Geld für den „Kleinwagen“, den man eigentlich überhaupt nicht gebraucht hätte, weg ist und dadurch vielleicht gute Lösungen nicht mehr möglich sind.

    Ansonsten wird es, wie hier, dem Zufall bzw. dem „Glück“ überlassen, ob jemand von der Mediation erfährt. Gerade in Familiensachen kann die rechtzeitige Information über die praktische Mediation für die Qualität der Zukunft der Familien und deren Kinder von ganz entscheidender Bedeutung sein.

    An dieser Stelle möchte ich betonen, dass es bei der Mediation zunächst nur um Konfliktklärung geht, nicht unbedingt um Scheidung – oft wollen die Paare das auch nicht. Das Ergebnis ist offen und auf Befriedung und echte Lösungen konzipiert, die den Paaren eine bessere Zukunft ermöglichen. Der häufigste Grund, weshalb die Paare zu mir kommen, ist allerdings eine Trennungssituation.

    Dafür, dass diesbezüglich rechtzeitig die Weichen richtig gestellt werden, tragen alle staatlichen und kirchlichen Stellen, die für das Wohl von Familien und Kinder bestellt sind, bzw. sich dies zur Aufgabe gemacht haben, eine Mitverantwortung.

    Übrig bleibt ansonsten nur die weite Verbreitung z.Bsp. dieses Links, um möglichts viele Bürger ganz allgemein zu informieren, dass es die Mediation überhaupt gibt.

    Das europäische Ausland ist uns hier um Meilen voraus! (S. Links auf der Seitenleiste – Schweiz -Österreich – Frankreich und demnächst Italien).

  3. Eva Reinmuth sagt:

    „Die Beratungsstellen machen
    nicht darauf aufmerksam“ steht im Presseartikel als Zitat von Ihnen, Herr Bohnet. Doch, ich mache seit Jahren immer wieder auf Mediation aufmerksam, und werde das auch weiterhin tun.

    Eva M. Reinmuth
    Leitung der Psych. Beratungsstelle des Ev. Kirchenbezirks Weikersheim

  4. Bernd Bohnet sagt:

    Für meine Verallgemeinerung bitte ich Sie, Frau Reinmuth, vielmals um Entschuldigung. Sie sind wirklich eine Ausnahme. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch ausdrücklich für unsere gute Zusammenarbeit und die Möglichkeit, während meiner Zeit als ehrenamtlicher Umgangshelfer viel dazu zu lernen, bedanken. Dies gilt genauso für Herrn Rosenberg.

    Es war eine spannende, lehrreiche Zeit und sie hat sich besonders für die Menschen gelohnt, für die wir tätig waren. Es hat sich gezeigt: Kooperation, egal welche Aufgabe/Rolle der/die Einzelne auszufüllen hat, lohnt sich.

    Bernd Bohnet

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