2) Ein herzliches Dankeschön an die Kommentator/innen zu Artikel 1)
Die Kommentatorinnen und Kommentatoren (und andere) haben der Mediationsbewegung einen großen Dienst erwiesen.

Dass Sie sich geäußert haben, nötigt mir größte Hochachtung ab. Sie hatten alle eine mehr oder minder schwere Zeit bei mir verbracht und ich kann es niemandem übel nehmen, wenn die Paare nach Abschluss der Scheidung sich nicht unbedingt nochmals mit diesem Thema befassen möchten. Umso höher ist Ihr Engagement zu schätzen, zumal Sie das ja nicht für sich, sondern für die Sache zum Wohl der Allgemeinheit, speziell auf dem Gebiet der Familiensachen, getan haben. Ihre Beiträge stellen gleichzeitig eine positive qualitative Evaluation dar, was für mich von entscheidender Bedeutung ist.

Sie und Ihre Vorgänger waren es, die bewirkt haben, dass ich vor 10 Jahren begann, meine ursprünglich sokratische Skepsis gegenüber dem Mediationsverfahren aufzugeben, was zwei renomierten Ausbildungsinstituten nach weit über 500 Ausbildungsstunden nur insofern gelang, als ich das Verfahren theoretisch für eventuell nützlich hielt.

Erst die reale Praxis hat mich überzeugt, wobei ich zugeben muss, dass ich, nachdem ich mit meinem ersten Fall (der sich noch nach Jahren als der bis dahin schwierigste erwies) den Notartermin hinter mir hatte und dieser mit aller Entschiedenheit wörtlich zu mir sagte (so etwas merkt man sich): „Also, kein Rechtsanwalt, kein Richter und ich auch nicht hätten das hingekriegt“ schon etwas weiche Knie bekam. Auf meinen Normalisierungsversuch, ich hätte ja schließlich auch viel Zeit gehabt, wiederholte er seine Aussage und fügte hinzu: „Nicht mit aller Zeit der Welt“.

So ermutigt, beschloss ich, weiter zu machen. Dass dies überhaupt möglich war, verdankte ich Herrn dipl.-teol. Schmalzl, ehemals Leiter der Beratungsstelle für Ehe- Familien und Lebensfragen bei der Caritas Tauberbischofsheim und seiner Mitarbeiterin, Frau dipl.-Religionspädagogin Kaufmann, denen ich heute noch herzlich danke. Ohne sie hätte ich niemals die Erfahrungen sammeln können, die ein Familienmediator unbedingt braucht.

Großer Dank gilt auch der psychologischen Beratungsstelle des evangelischen Kirchenbezirks Weikersheim in Bad Mergentheim. Als ehrenamtlicher Umgangshelfer konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln.

Auch an Herrn Kern, Familienrichter in Tauberbischofsheim, der mich nicht nur zur Zeitungsredaktion begleitete und sich an einem Interview beteiligte, sondern mir auch immer wieder die Gelegenheit gab, richtig „harte Nüsse“ zu knacken 😉 (in Form recht schwieriger Fallkonstellationen) geht mein Dank.

Last but not least einen ganz besonderen Dank an alle, die mich nach ihrer eigenen Mediation bei mir weiter empfohlen haben. Ohne Sie wäre es mir nicht gelungen in der Lage zu sein, nach über 110 Fällen eine Erfolgsquote von über 95% nachweisen zu können.

Die Familienmediation kann sich nur etablieren, wenn die Bevölkerung immer wieder darauf hingewiesen wird. Ich bin kein Arzt, habe keinen Friseursalon und auch keine Boutique wohin die Leute immer wieder kommen (müssen) und sich so, wenn sie zufrieden sind, ein Kundenstamm aufbauen kann.

Wer zu mir kommt, tut dies wohl nur einmal im Leben. Ist dann froh, wenn es vorbei ist und spricht nicht mehr gerne darüber. Deshalb braucht es vieler externer Multiplikatoren, wenn ich nicht weiter

Eine private Initiative zur Verbreitung des Mediationsgedankens

sein muss.

Allen, die in diesem Sinne engagiert waren, nochmals herzlichen Dank.

Ihr Bernd Bohnet

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.