20) Die Familienmediation wird in Deutschland weit unterschätzt.
Sie wird auch durch eingefahrene Strukturen und Machtpositionen systematisch verhindert. Zum Schaden der Familien.

Die transformative Mediation, wie ich sie in Familiensachen praktiziere,  kann man getrost als deutsche Weiterentwicklung anderer Mediationsarten, zB: evaluative Mediationen – hauptsächlich in der Wirtschaft, narrative Mediation – hauptsächlich in Australien und der facilitativen Mediation, die eher der Moderation zuzuordnen ist, betrachten. Die evaluative Mediation bewertet die Rechtslage mit, was in der transformativen Mediation allenfalls ganz zum Schluß durch beratende Rechtsanwälte geschieht. Ansonsten geht es bei der transformativen Mediation zunächst um die Befriedung der Ehepaare und dann um die Lösung der Probleme, wonach die Lösung lediglich in eine rechtswirksame Form gebracht wird (Abschlußvertrag) Das Ergebnis der Konfliktklärung führt immer wieder dazu, dass die Paare beschließen, sich nicht zu trennen, da die Umstände, die letztendlich zum aktuellen Konfliktzustand geführt haben, geändert oder bewältigt werden konnten.

Mein Artikel Nr. 1) ergibt, zusammen mit den anderen Artikeln, eigentlich ein Buch, das man nicht kaufen muß. Wer fängt schon an, Bücher zu lesen, wenn er/sie in heftigen Auseinandersetzungen verstrickt sind und Emotionen die Vernunft begraben.

Ich hatte schon immer sehr viele Einzelbesucher auf der Homepage – aus aller Welt. Ganz besonders, nachdem ich den Blog veröffentlicht habe. Eine auffällige qualitative Änderung hat sich nach der Veröffentlichung der Berichte von Betroffenen ergeben. Dazu füge ich nachfolgendes Bild der ersten Seite eines meiner Statistikprogramme ein.  Offensichtlich wird mein Blog auch als Lehrmaterial verwendet.

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Bad Mergentheim erscheint erst unter der laufenden Nr. 12 mit 5 Besucher und Tauberbischofsheim unter Nr. 26 mit 1 (einem) Besucher. Lauda Königshofen erscheint überhaupt nicht mehr, obwohl diese 3 Server ein sehr großes Gebiet abdecken.

Dies war zwischen 2006 und 2011 auch hinsichtlich der tatsächlichedn Kooperation mit den Beratungsstellen einmal anders. Liegt es daran, dass ich jeden meiner Fälle qualitativ evaluiere und dies weder bei den kirchlichen Beratungsstellen, noch beim Jugendamt gemacht wird? Das wäre ein Zeichen dafür, dass ich als Konkurrent angesehen werde, was Unsinn ist und gleichzeitig bedeuten würde, dass es den genannten Stellen nicht mehr primär um das Wohl der Familien, insbesondere der Kinder, geht. Eine Beratung in Familiensachen ohne zunächst auf die transformative Familienmediation (diesbezüglich ist jeder Mediator hinsichtlich seines Grundberufs, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung nach dem Mediationsgesetz zur Auskunft verpflichtet) hinzuweisen, ist kontraproduktiv im Sinne der uns gestellten Aufgaben.

Ich sehe hier erheblichen Gesprächsbedarf, damit die einzelnen Komponenten des Hilfesystems sinnvoll abgestimmt werden. (Konzeptentwicklung). Wir erwarten von den Menschen, denen wir helfen wollen, dass sie gesprächsbereit sind. Nichts anderes erwarte ich von all denen, die helfen wollen. Auch dafür werden wir ja schließlich bezahlt.

An dieser Stelle möchte ich auf meinen Beitrag Nr. 15 hinweisen.

Ausführlich über die verschiedenen Mediationsarten und deren Überschneidungen:  Arthur Trossen.

Nachtrag:  Weiter im Norden hat die Mediation sowohl bei den Kirchen, als auch bei der Justiz einen ganz anderen Stellenwert (es vergeht kaum ein Kongress, bei dem nicht der Justizminister anwesend ist.) Bzgl. der Kirchen, hier ein Beispiel: http://www.schermaier-stoeckl.com/services

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