22) Zur ZDF WISO-Sendung „Verliebt, verheiratet, verklagt.“ am 24.07.17
Die Möglichkeit einer Mediation wird noch nicht einmal erwähnt.

Gestern kam im ZDF die oben genannte Sendung, die über diesen Link noch länger zu sehen sein wird.

Ohne auf die Beiträge einzugehen (aus mediatorischer Sicht wäre das ein schwerer Fehler, da die Entwicklung des Konflikts noch nicht einmal andeutungsweise ersichtlich war), möchte ich 3 Aussagen festhalten. 

1) Der Jurist stellte fest, dass in der juristischen Ausbildung kein Konfliktmanagement enthalten ist. (Nicht viel anders ist es bei den Psychologen). Deshalb sind diese beiden Grundberufe ja auch die ersten Voraussetzungen für die Ausbildung zum Mediator in Familiensachen.
 
2) Die Sozialpädagogin stellte fest, dass die Eltern nicht in der Lage sind, die Paar- von der Elternebene zu trennen und 
 
3) die Kinder nichts anderes wollen, dass die Eltern sich nicht mehr streiten.
 
Niemand kam auf die Idee, hier die Mediation in’s Spiel zu bringen, denn mit dieser Medthode hat man wenigstens eine realistische Chance das zu verhüten, was da in den Beiträgen vorgeführt wurde. Vielmehr beschränkte man sich darauf, spektakulär darzustellen, was es so nicht alles gibt.

Dazu habe ich andernorts – hier aus gegebenen Anlass u.a. kommentiert: „Und doch fällt mir ein “Scherz” ein.

Hätte man das “Jahrhundertwerk” Mediation in derselben Weise bekannt gemacht, wie das “Jahrhundertwerk” Rauchverbot, käme kein streitendes Paar mehr an der Mediation vorbei. In geschlossenen Räumen dürfte ohne Mediator überhaupt nicht mehr gestritten werden und im Freien nur noch in den markierten Zonen, in der ein Mediator steht.“

Hier ist unser listige und erfindungsreiche Gesetzgeber bzw. natürlich die Regierung gefragt. Sonst müssen die Praktiker wieder ‚mal alles selber machen und Eltern und Kinder müssen es ausbaden.

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